Wörter am Tisch
Ein paar Wörter, die an einer georgischen Tafel immer wieder fallen – in georgischer Schrift, in einer vereinfachten Umschrift und so, wie man sie als Deutschsprachiger annähernd ausspricht. Die Umschrift lässt die Apostrophe des amtlichen Systems weg, damit sie lesbar bleibt; gehört wird ohnehin am besten über den Knopf daneben.
Wie man es liest
- ch
- Immer der Rachenlaut wie in „Bach“, nie der weiche wie in „ich“.
- gh
- Ein stimmhaftes Reibegeräusch tief im Rachen – wie ein gerolltes r, das nicht schnarrt.
- zh
- Stimmhaft wie das j in „Journal“ – nicht das sch in „Schule“.
- w
- Wie das deutsche w in „Wein“.
- dsch
- Wie das j in „Dschungel“.
- k, p, t, ts
- Georgisch unterscheidet zwei Reihen: behauchte und gepresste. Unsere Umschrift schreibt beide gleich – der Unterschied ist zu hören, nicht zu lesen.
Am Tisch
| Georgische Schrift | Umschrift | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| გაუმარჯოს! | gaumarjos | ga-u-mar-dschos | Ein Trinkspruch, wörtlich „Sieg ihm“. Bei einer Supra führt der Tamada viele davon, jeder auf ein anderes Thema. |
| გემრიელია | gemrielia | gem-ri-e-li-a | Es ist lecker. |
| მადლობა | madloba | mad-lo-ba | Danke. |
| სუფრა | supra | sup-ra | Das georgische Festmahl – und das Tischtuch, auf dem es steht. |
| თამადა | tamada | ta-ma-da | Der Tischmeister, der die Trinksprüche der Supra führt. |
Zutaten
| Georgische Schrift | Umschrift | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| ნიგოზი | nigozi | ni-go-si | Walnuss – die Grundlage unzähliger georgischer Saucen. |
| ქინძი | kindzi | kin-dsi | Koriandergrün. |
| სულგუნი | sulguni | sul-gu-ni | Salziger Lakekäse aus Mingrelien; zieht beim Schmelzen Fäden. |
| უცხო სუნელი | utskho suneli | uts-cho su-ne-li | Blauer Bockshornklee – das Gewürz, an dem man georgisches Essen erkennt. |
| ხმელი სუნელი | khmeli suneli | chme-li su-ne-li | Getrocknete Gewürzmischung – wörtlich „trockenes Gewürz“. |
| აჯიკა | ajika | a-dschi-ka | Scharfe Würzpaste aus Chili, Knoblauch und Kräutern. |
| ღვინო | ghvino | ghwi-no | Wein. |
| ქვევრი | kvevri | kwew-ri | Eiförmiges Tongefäß, meist in der Erde vergraben, in dem Wein vergoren, ausgebaut und gelagert wird. Die Tradition reicht rund 8000 Jahre zurück. |
Gerichte
| Georgische Schrift | Umschrift | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| ხინკალი | khinkali | chin-ka-li | Teigtaschen mit Brühe im Inneren – am Zipfel halten, anbeißen, aussaugen, den Zipfel liegen lassen. |
| ხაჭაპური | khachapuri | cha-tscha-pu-ri | Käsebrot, in vielen regionalen Formen. |
| ლობიო | lobio | lo-bi-o | Bohneneintopf mit Kräutern. |
| ფხალი | pkhali | pcha-li | Fein gehacktes Gemüse mit Walnusspaste – oft zu Kugeln geformt, manchmal als Aufstrich. |
| ბაჟე | bazhe | ba-zhe | Walnusssauce – kalt zu Geflügel und Fisch. |
| ტყემალი | tkemali | tke-ma-li | Saure Pflaumensauce. |
| ჩაქაფული | chakapuli | tscha-ka-pu-li | Schmortopf mit Estragon und sauren Pflaumen, meist mit Lamm oder Kalb. |
| ჩურჩხელა | churchkhela | tschurtsch-che-la | Walnüsse am Faden, mehrfach in eingedickten Traubensaft getaucht. |
| მწვადი | mtsvadi | mzwa-di | Fleischspieße vom Feuer – klassisch über Rebholzglut. |