Imeretischer Safran (Ringelblume) oder Safran
Getrocknete, gemahlene Blütenblätter der Studentenblume (Tagetes), in Georgien Imeretischer Safran genannt; färbt goldgelb und schmeckt erdig-blumig, leicht herb.
Imeretischer Safran ist kein Safran, sondern das orangegelbe Pulver aus getrockneten Blütenblättern der Studentenblume (Tagetes); im Deutschen wird er oft fälschlich als Ringelblume bezeichnet. Er schmeckt mild erdig, blumig und leicht bitter und gibt vor allem Farbe, ohne den honigartigen, intensiven Duft echten Safrans. In der georgischen Küche gehört er zu Nusssaucen, Gemüse-Walnuss-Pasten, Eintöpfen und zur Gewürzmischung Chmeli Suneli. Man bekommt ihn in georgischen, russischen oder osteuropäischen Lebensmittelläden, gelegentlich in türkischen Supermärkten und über den Versand für Gewürze. Echter Safran in Fäden ist in Apotheken, gut sortierten Supermärkten und Gewürzläden erhältlich, aber deutlich teurer.
Ersatz:
Eine Prise echter Safran, in etwas warmem Wasser eingeweicht, gibt dieselbe Farbe, bringt aber ein stärkeres, süsslich-blumiges Aroma mit, deshalb sparsam dosieren. Eine kleine Menge Kurkuma färbt ähnlich, schmeckt aber erdiger und schärfer und darf nicht vorschmecken. Getrocknete Ringelblumenblüten aus dem Kräuterhandel färben schwächer und sind milder. Den eigenen Ton des Tagetes trifft keiner davon ganz, in Nusssaucen fällt der Unterschied aber wenig auf.