
Georgien · 110 Minuten · Fleisch · Suppe · Für Geübte
Tschichirtma
Für 6 Personen · metrisch
Georgische Hühnersuppe, gebunden mit Eigelb und Essig, duftend nach Koriandergrün
Tschichirtma ist die georgische Hühnersuppe, die ohne Sahne sämig wird: Eigelb und Essig binden die Brühe und geben ihr gleichzeitig eine feine Säure. Eine Fassung wird ausdrücklich als altgeorgische Zubereitung beschrieben – gegessen wird sie heiß, mit Brot, und zwar das ganze Jahr über. Wer mag, kocht sie statt mit Huhn mit Lammfleisch.
Zutaten
- 1500 gHuhnganzes Suppenhuhn, alternativ Keulen
- 400 gZwiebelfein geschnitten
- 4Eigelbteils werden ganze Eier verwendet
- 3 ELWeizenmehlzum Anschwitzen oder kalt angerührt
- 40 mlWeißweinessigzum Eigelb geschlagen
- 40 gButterzum Andünsten der Zwiebel
- 1 BundKoriandergrünStiele mitkochen, Blätter zum Schluss
- 4 ZehenKnoblauchmit der Zwiebel gedünstet oder im Sud
- Salznach Geschmack
- Schwarzer Pfeffergemahlen, nach Geschmack
- 6Schwarze Pfefferkörnerin den Kochsud
- 1 TLImeretischer Safran (Ringelblume) oder Safranals Aufguss für Farbe und Aroma (optional)
- 1Lorbeerblattim Kochsud (optional)
- 1 BundDillnur in einer Quelle, zusätzlich zum Koriandergrün (optional)
- 1ZitroneSaft als Säure statt Essig (optional)
- 2Möhrenur zum Aromatisieren des Suds (optional)
Zubereitung
- Das Huhn waschen, in einen großen Topf legen und mit kaltem Wasser bedecken. Aufkochen lassen und den aufsteigenden Schaum sorgfältig abschöpfen.
- 150 g der Zwiebel, alle vier Knoblauchzehen, das Lorbeerblatt, die Pfefferkörner, die Korianderstiele und nach Wunsch die Karotten zugeben und alles 60 bis 120 Minuten sanft simmern lassen, bis das Fleisch weich ist.
- Das Huhn herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Haut und Knochen entfernen und das Fleisch in mundgerechte Stücke zerteilen oder zupfen. Die Brühe durch ein Sieb passieren; Lorbeerblatt, Pfefferkörner, Karotten und die übrigen mitgekochten Aromaten bleiben im Sieb zurück und werden weggeworfen. Die Brühe heiß halten. Wer Safran bzw. imeretischen Safran verwenden möchte, übergießt ihn jetzt mit etwas heißem Wasser oder heißer Brühe, lässt ihn ziehen und seiht ihn ab.
- Die restlichen 250 g Zwiebel in Butter oder Butterschmalz bei mittlerer Hitze weich und glasig dünsten, ohne sie zu bräunen.
- Das Mehl einstreuen und einige Minuten unter Rühren mitdünsten, es soll hell bleiben. Dann die heiße Brühe nach und nach unter ständigem Rühren angießen, bis die Suppe klümpchenfrei gebunden ist, und kurz köcheln lassen.
- Die Eigelbe mit dem Weißweinessig glatt aufschlagen. Löffelweise heiße Brühe unter ständigem Rühren einrühren, damit die Eimasse temperiert wird und nicht gerinnt.
- Die temperierte Eimasse unter Rühren in den Topf gießen, das Fleisch zurück in die Suppe geben und alles nur noch erhitzen – die Suppe darf jetzt nicht mehr sprudelnd kochen.
- Mit Salz, Pfeffer und etwas mehr Säure abschmecken, das gehackte Koriandergrün und nach Wunsch den vorbereiteten Safranaufguss einrühren. Kurz ziehen lassen und heiß servieren.
Tipps und Varianten
Statt Weinessig kannst du Zitronensaft nehmen und zusätzlich Dill unter das Koriandergrün mischen. Wer keine Mehlschwitze mag, rührt das Mehl kalt in Wasser an und gibt es in die kochende Brühe; auch Maismehl funktioniert, dazu passt fein gehackte, in Butterschmalz ausgebratene Hühnerhaut. Die Zwiebel lässt sich auch im abgeschöpften Brühenfett oder in einer Mischung aus Pflanzenöl und Butter andünsten – bei dieser Variante wandern die Korianderstiele nicht in den Sud, sondern schmoren 15 Minuten mit der Zwiebel mit. Statt das ganze Mehl in die Mehlschwitze zu geben, kann man einen Teil davon in die Eimasse rühren. Serviert wird Tschichirtma heiß, mit Brot.
Allergene
Enthält: Eier, Glutenhaltiges Getreide, Milch (einschließlich Laktose), Schwefeldioxid und Sulfite
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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