
Georgien · 75 Minuten · Fleisch · Hauptgang · Für Geübte
Chachochbili
Für 4 Personen · metrisch
Georgischer Hühnerschmortopf mit Tomaten und einer Handvoll frischer Kräuter
Chachochbili ist ein georgischer Schmortopf, bei dem Huhn so lange mit Zwiebeln und Tomaten zieht, bis das Fleisch fast von selbst vom Knochen fällt. Das Besondere sind die Kräuter: Koriandergrün, Basilikum und Petersilie kommen erst zum Schluss dazu, und zwar reichlich. Dazu blauer Bockshornklee und imeretischer Safran – ein Gericht, das ebenso gut auf den Alltagstisch wie auf eine Supra passt.
Zutaten
- 1200 gHuhnganzes Huhn oder Teile (Keulen, Oberschenkel), in Portionsstücke zerteilt
- 400 gZwiebelin dünne Halbringe oder Würfel geschnitten
- 700 gTomatenreif, gehäutet und zerdrückt oder gewürfelt; ersatzweise Dosentomaten
- 4 ZehenKnoblauchfein gehackt oder gemörsert, meist erst zum Schluss
- 40 gButterteils Butterschmalz; oft zusammen mit Pflanzenöl
- 2 ELPflanzenölraffiniert, teils Olivenöl
- 1 ELTomatenmarkkurz mitgeröstet, verstärkt die Sauce
- 1 BundKoriandergrünreichlich, fein gehackt, am Ende untergerührt
- 1 BundBasilikumfrisch, oft rotes/violettes Basilikum; teils getrocknet
- 1 BundPetersiliefein gehackt
- 1Chilifrisch in Ringen oder gemahlen/als Flocken
- 1 TLChmeli-Suneligeorgische Gewürzmischung
- 1 TLUtscho-Sunelitypisch georgisches Gewürz
- 1 TLKorianderteils Samen geröstet und gemörsert
- ½ TLImeretischer Safran (Ringelblume)gibt Farbe und Aroma (optional)
- 1Paprikain Streifen oder Würfel (optional)
- 1 TLZuckergleicht die Säure der Tomaten aus (optional)
- 2Lorbeerblattmitschmoren, vor dem Servieren entfernen (optional)
- 1 TLAdschikascharfe Würzpaste (optional)
- 200 mlheiße Hühnerbrühe oder kochendes Wassernur wenn die Flüssigkeit zu stark einkocht; ersatzweise heißes Wasser (optional)
- 100 mlRotweinbeim Schmoren angegossen (optional)
- Salznach Geschmack
- Schwarzer Pfefferfrisch gemahlen, nach Geschmack
Zubereitung
- Das Huhn in Portionsstücke zerteilen, rundum mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen und kurz beiseitestellen.
- Butter und Pflanzenöl in einem schweren Topf erhitzen und die Hühnerstücke bei kräftiger Hitze rundum goldbraun anbraten, dann herausnehmen und warm halten.
- Die Zwiebeln in feine Halbringe oder Würfel schneiden und im verbliebenen Bratfett bei mittlerer Hitze weich und goldgelb dünsten, das dauert etwa 10 Minuten.
- Die Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und zerdrücken oder würfeln – sie sollen als kleine Stücke spürbar bleiben. Das Tomatenmark kurz zu den Zwiebeln rösten, dann die Tomaten zugeben und einige Minuten einkochen lassen.
- Das Fleisch samt ausgetretenem Saft zurück in den Topf geben und Chmeli-Suneli, blauen Bockshornklee und gemahlenen Koriander einrühren, dazu nach Belieben imeretischen Safran, Lorbeerblätter, die in Streifen geschnittene rote Paprikaschote, Adschika oder einen Schuss trockenen Rotwein.
- Zugedeckt bei schwacher Hitze etwa 40 Minuten schmoren, bis das Fleisch sehr zart ist und die Sauce dickt; wird es zu trocken, etwas Hühnerbrühe oder heißes Wasser nachgießen.
- Knoblauch, die scharfe Paprikaschote und reichlich gehacktes Koriandergrün, Basilikum und Petersilie unterrühren und nur noch zwei bis drei Minuten ziehen lassen.
- Mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf einer Prise Zucker abschmecken, die Lorbeerblätter entfernen und den Topf zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen.
- Sehr heiß servieren, mit frischen Kräutern bestreut, dazu Lawasch oder Brot.
Tipps und Varianten
Klassisch wird das Huhn ohne Fett in der trockenen Pfanne im eigenen Fett angebraten – das lohnt den Versuch. Fertig garen lässt sich Chachochbili auch zugedeckt im Ofen bei 180 °C in 20–30 Minuten oder ganz langsam bei 140 °C in etwa 2,5 Stunden mit Brühe aufgegossen. Statt frischer Tomaten gehen stückige Dosentomaten oder passierte Tomaten, und wer mag, würzt mit Satsebeli oder Tkemali, gibt zerbröselte Walnüsse dazu oder rührt zum Schluss verquirlte Eier in die Sauce. Estragon, Minze und Dill passen als zusätzliche Kräuter, Kaninchen funktioniert anstelle von Huhn. Serviert wird heiß, mit frischem Lawasch zum Tunken oder mit Reis, Buchweizen oder Kartoffelpüree.
Allergene
Enthält: Milch (einschließlich Laktose)
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Glutenhaltiges Getreide, Schwefeldioxid und Sulfite
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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