
Imeretien · 180 Minuten · Vegan · Dessert · Für Geübte
Pelamuschi
Für 8 Personen · metrisch
Georgisches Traubendessert aus eingekochtem Most, mit Walnüssen
Pelamuschi, in manchen Küchen auch Tatara genannt, stammt aus Imereti und ist das Dessert der Traubenernte: nichts weiter als heller Traubenmost, zu Badagi eingekocht und mit Mehl zu einer dichten, glänzenden Creme gerührt. Beim Festwerden legt sich eine matte, leicht kristallisierte Schicht über die Oberfläche – die gehört dazu und schmeckt nach purem Traubenzucker. Dazu Walnüsse, mehr braucht es nicht.
Zutaten
- 1500 mlTraubensaftmöglichst heller, süßer Most; frisch gepresst auf etwa die Hälfte eingekocht oder fertiges Badagi
- 350 gWeizenmehlgesiebt
- 100 gMaismehlersetzt einen Teil des Weizenmehls (optional)
- 100 gWalnüssehalbiert zum Eindrücken oder grob gehackt zum Bestreuen
- 2 ELZuckernur wenn der Most wenig süß ist (optional)
Zubereitung
- Den Traubenmost in einem weiten Topf aufkochen und den aufsteigenden Schaum dabei laufend abschöpfen.
- Den Most weiter einkochen, bis er sich etwa halbiert hat und deutlich nach Badagi duftet, dann durch ein Sieb gießen.
- Etwa ein Drittel bis die Hälfte des Mosts kalt beiseitestellen, den Rest in einem schweren Topf erhitzen.
- Das Weizenmehl – oder Weizen- und Maismehl gemischt – sieben und den kalten Most in dünnem Strahl unter ständigem Rühren einarbeiten, bis eine völlig glatte, klumpenfreie Anschlagmasse entsteht; falls nötig, kurz pürieren oder durch ein Sieb passieren.
- Die Anschlagmasse langsam in den heißen Most gießen und dabei kräftig mit dem Holzlöffel rühren.
- Bei kleiner Hitze unter ununterbrochenem Rühren 10 bis 20 Minuten einkochen, bis die Masse dick und glänzend ist, nicht mehr nach Mehl schmeckt und sich vom Topfrand löst; ist der Most wenig süß, gegen Ende den Zucker einrühren.
- Die heiße Masse zügig in Schalen, auf Teller oder in Förmchen füllen und glatt streichen, dann die Walnusshälften in die noch warme Oberfläche drücken oder die gehackten Kerne darüberstreuen.
- Pelamuschi mehrere Stunden bei Raumtemperatur fest werden lassen, danach kühl stellen und gekühlt oder bei Raumtemperatur servieren.
Tipps und Varianten
Statt reinem Weizenmehl kannst du einen Teil durch feines Maismehl ersetzen, das macht die Masse etwas körniger im Biss. Bei der Hitze hast du die Wahl: einmal kurz stark aufkochen und dann klein köcheln lassen – oder die Masse bewusst nie kochen, sondern nur ziehen lassen. Die Walnüsse dürfen als Hälften in die warme Oberfläche gedrückt oder gehackt erst nach dem Erkalten aufgestreut werden. In Förmchen gegossen lässt sich Pelamuschi nach dem Festwerden stürzen wie Wackelpudding; die noch warme Masse ist außerdem die klassische Tauchmasse für Tschurtschchela und eine schöne Füllung für Eclairs aus Brandteig (Wasser, Milch, Butter, Mehl, Eier; 20 Minuten bei 180 °C, dann bei 160 °C fertig gebacken). Serviere es in kleinen Schalen zum Kaffee oder als leichten Abschluss nach einem herbstlichen Essen.
Allergene
Enthält: Glutenhaltiges Getreide, Schalenfrüchte (Nüsse)
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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