
Georgien · 120 Minuten · Vegan · Dessert · Für Geübte
Tschurtschchela
Für 8 Personen · metrisch
Walnüsse am Faden im eingedickten Traubensaft – Georgiens süße Herbstarbeit
Tschurtschchela ist die wohl bekannteste Süßigkeit Georgiens: Walnusshälften werden auf einen Faden gefädelt und immer wieder in eingedickten Traubensaft getaucht, bis eine dicke, elastische Hülle entsteht. Im Herbst hängen die Stränge in georgischen Küchen an Haken zum Trocknen – nicht umsonst nennt man sie umgangssprachlich „georgischen Snickers“. Zu Tee oder Kaffee in Scheiben geschnitten ist sie ein Snack, der ohne jeden Zusatz auskommt.
Zutaten
- 2000 mlTraubensaftungesüßt, möglichst dunkel und herb
- Granatapfelsaftstatt oder zusätzlich zu Traubensaft verwendet (optional)
- 350 gWalnüssemöglichst ganze Hälften zum Auffädeln
- 200 gHaselnüsseanstelle eines Teils der Walnüsse (optional)
- 350 gWeizenmehlgesiebt, zum Andicken
- 50 gMaismehlTeil des Mehls ersetzend (optional)
- Zuckernur bei sehr saurem Saft (optional)
- 1 PriseSalz (optional)
- 8Reißfester Baumwollfaden mit großer Nadelje 35–50 cm lang
Zubereitung
- Die Walnüsse verlesen und bei Bedarf rösten und häuten; die Hälften dabei möglichst ganz lassen, damit sie sich gut auffädeln lassen. Wer mag, nimmt für einen Teil der Stränge Haselnüsse.
- Den reißfesten Baumwollfaden in Stücke von 35 bis 50 cm schneiden, unten einen kräftigen Knoten setzen und oben eine Schlaufe zum Aufhängen knüpfen. Die Nüsse mit der großen Nadel auffädeln und oben genügend Platz zum Aufhängen frei lassen.
- Den Traubensaft in einem weiten Topf erhitzen und den aufsteigenden Schaum immer wieder sorgfältig abschöpfen.
- Etwa ein Drittel des Safts abnehmen, abkühlen lassen und das gesiebte Weizenmehl – nach Wunsch zum Teil Maismehl – darin völlig klümpchenfrei anrühren. Nach Belieben eine Prise Salz und bei sehr saurem Saft etwas Zucker unterrühren.
- Die Mehlmischung unter ständigem Rühren in dünnem Strahl in den heißen Saft gießen und die Masse bei kleiner Hitze weiterrühren, bis sie dick wie Honig ist und der Mehlgeschmack verschwunden ist.
- Die Nussstränge einzeln vollständig in die heiße Masse tauchen, kurz abtropfen lassen und über einer Stange oder einem Gestell aufhängen; ein Blech darunter fängt die Tropfen auf.
- Den Überzug kurz anziehen lassen und den Tauchvorgang mehrfach wiederholen, bis eine gleichmäßige, dicke Schicht entstanden ist.
- Die Stränge frei hängend an einem luftigen, sonnengeschützten Ort trocknen lassen, bis die Oberfläche nicht mehr klebt, aber noch elastisch ist. Klebrige Stellen leicht mit Mehl bestäuben und den Überschuss später abwischen.
- Die fertigen Tschurtschchela kühl und in Papier gewickelt lagern, zum Servieren in Scheiben schneiden oder in Stücke brechen und zu Tee oder Kaffee reichen.
Tipps und Varianten
Für die Saftbasis eignet sich dunkler, herber Traubensaft nach Art des Saperavi; ebenso gut funktioniert Granatapfelsaft oder eine Kombination aus Granatapfel- und Orangensaft, die man in getrennten Töpfen kocht. Bei den Nüssen kannst du reine Walnussstränge machen oder halb Walnüsse, halb Haselnüsse an getrennten Fäden auffädeln – geröstet, gehäutet und grob zerteilt schmecken sie kräftiger als roh. Beim Trocknen hast du die Wahl: Nach dem Erkalten sind die Stränge bereits essbar, richtig gut werden sie nach mindestens drei Tagen, ihr volles Aroma bekommen sie nach 10 bis 14 Tagen Lufttrocknung; nachtrocknen lässt sich auch im Backofen. Übrig gebliebene Saft-Mehl-Masse rührst du mit gehackten Nüssen an und stürzt sie aus Förmchen als Pelamuschi. Serviere die Tschurtschchela in schrägen Scheiben zu einem Glas Tee oder einem kräftigen Kaffee.
Allergene
Enthält: Glutenhaltiges Getreide, Schalenfrüchte (Nüsse)
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
Stimmt etwas nicht?
Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


