
Imeretien · 2 Std. · Vegetarisch · Hauptgang · Für Geübte
Kartofiliani Chatschapuri
Im Ursprung: Kartofiliani Khachapuri · Auf Deutsch: Kartoffel-Chatschapuri · Auf Englisch: Potato khachapuri
Für 6 Personen · metrisch
Weicher Hefefladen mit Kartoffelfüllung, Röstzwiebeln und viel frischem Kraut
Kartofiliani ist die imeretische Chatschapuri-Variante, bei der statt Käse ein sämiges Kartoffelpüree mit goldbraunen Zwiebeln und frischen Kräutern im Hefeteig steckt. Ganz ohne Milchprodukte zubereitet gilt das Gebäck als Fastenspeise – mit Matsoni im Teig und Butter im Püree wird es dagegen richtig cremig. Ein Fladen für jeden Tag: heiß aus dem Ofen, mit Öl bestrichen, am besten sofort aus der Hand.
Zutaten
- 700 gWeizenmehlgesiebt, für den Teig
- 7 gTrockenhefefür den Hefeteig
- 300 mlWasserlauwarm, zum Anrühren der Hefe und Kneten
- 1 TLZuckerzum Aktivieren der Hefe
- Salzfür Teig und Füllung
- 3 ELPflanzenölfür den Teig, zum Anbraten der Zwiebeln und zum Bestreichen
- 900 gKartoffelnmehligkochend, gekocht und zu Püree zerdrückt
- 2Zwiebelfein gewürfelt, goldbraun gebraten
- 1 BundPetersiliefein gehackt, unter das Püree gemischt
- Schwarzer Pfeffergemahlen, für die Füllung
- 60 gButterzum Anbraten der Zwiebeln und für ein cremiges Püree (optional)
- 100 mlMilchheiß, unter das Kartoffelpüree gerührt (optional)
- 250 mlzimmerwarm, als Teigflüssigkeit statt Wasser (optional)Georgische Sauermilch, ähnlich einem dünnen, kräftig säuerlichen Naturjoghurt.Ersatz: Naturjoghurt aus Vollmilch, nicht abgetropft und nicht griechisch, mit etwas Milch oder Kefir glattgerührt, kommt Konsistenz und Säure recht nahe. Er schmeckt etwas milder und runder; wer die frische Säure vermisst, kann einen Anteil Kefir oder Buttermilch erhöhen.Mehr dazu
- 120 mlKokosölals milchfreies Fett für Teig, Püree und zum Bestreichen (optional)
- 1 TLGewürzmischung mit gemahlenem Koriander für die Füllung (optional)Georgische Gewürzmischung aus getrockneten Kräutern und gemahlenen Samen, vor allem Schabziegerklee, Koriander und Ringelblume, würzig-nussig und kräuterig.Ersatz: Eine Mischung lässt sich annähernd selbst herstellen: gemahlener Koriander zu gleichen Teilen mit getrocknetem Dill, Bohnenkraut und Minze, dazu wenig gemahlener Bockshornklee oder besser getrocknete Bockshornkleeblätter aus dem indischen Laden. Gewöhnlicher Bockshornklee ist bitterer und schärfer als Schabziegerklee und sollte sparsam dosiert werden; ohne Ringelblume fehlen Farbe und der erdige Ton, eine Prise Kurkuma ersetzt nur die Farbe. Das Ergebnis schmeckt erkennbar ähnlich, aber nicht gleich.Mehr dazu
- 1 ELZitronensaftfür eine leichte Säure in der Füllung (optional)
Zubereitung
- Die Trockenhefe mit dem Zucker in lauwarmem Wasser auflösen und ein paar Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen zeigen.
- Das gesiebte Mehl mit Salz mischen, die Hefeflüssigkeit und das Pflanzenöl zugeben und alles zu einem weichen, elastischen Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 1–2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat, dann kurz durchkneten.
- Währenddessen die Kartoffeln in Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen, abgießen und klumpenfrei zerstampfen.
- Die fein gewürfelten Zwiebeln in Öl oder Butter goldbraun braten und mitsamt dem Bratfett unter das Püree rühren. Die gehackten Kräuter untermischen, mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und die Füllung vollständig abkühlen lassen.
- Den Teig in Portionen teilen und jede Portion zu einem runden Fladen ausrollen. Die Füllung mittig daraufsetzen, die Teigränder darüber zusammenziehen und sorgfältig verschließen.
- Die Teiglinge mit der Naht nach unten wenden und vorsichtig mit der Hand oder dem Rollholz zu flachen Fladen ausdrücken, ohne dass Füllung austritt.
- Die Fladen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im auf 220 °C vorgeheizten Ofen 10–15 Minuten goldbraun backen.
- Die heißen Fladen sofort mit Öl oder Butter bestreichen und warm servieren.
Tipps und Varianten
Für die Fastenversion kommen weder Milch noch Butter ins Spiel: Der Teig wird nur mit Wasser und Pflanzenöl angesetzt, die Füllung lebt von Röstzwiebeln, Kräutern und einem Spritzer Zitronensaft. Wer es cremiger mag, setzt den Teig mit Matsoni an und rührt heiße Milch und Butter ins Püree; vegan gelingt das Ganze mit Kokosöl und Sojamilch und einer schlichten Füllung aus Kartoffelpüree, Petersilie und Salz. Chmeli-Suneli und gemahlener Koriander geben der Füllung mehr Tiefe, die Oberfläche darf vor dem Backen mit der Gabel eingestochen werden, und statt rund kann man die Fladen auch als Bootsform formen. Dazu passt eine milchfreie Sauce auf Tofubasis.
Allergene
Enthält: Glutenhaltiges Getreide
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Milch (einschließlich Laktose)
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
Stimmt etwas nicht?
Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


