
Georgien · 30 Min. · Vegan · Sauce & Würze · Für Anfänger
Pomidvris Adjika
Auf Deutsch: Adschika aus Tomaten · Auf Englisch: Tomato adjika
Für 10 Personen · metrisch
Georgische Tomaten-Adjika mit Paprika, Chili und ordentlich Knoblauch
Adjika stammt ursprünglich aus Georgien, und diese Version mit reifen Tomaten, roter Paprika und frischen Chilis bringt richtig Feuer und Sommer ins Glas. Sie kommt als Sauce oder Dip zu Fleischgerichten und Fisch auf den Tisch und schmeckt roh gemixt herrlich frisch. Eingekocht wird sie zum Wintervorrat, so wie es im Original gemacht wird.
Zutaten
- 400 gTomatenreif, Stielansatz entfernt, grob geschnitten, nach Wunsch gehäutet
- 300 gPaprikaentkernt, grob zerkleinert
- 100 gChilifrisch; Kerne je nach gewünschter Schärfe entfernen oder behalten
- 20 ZehenKnoblauchgeschält
- 40 mlPflanzenöloder anderes neutrales Pflanzenöl
- 2 TLSalznach Geschmack anpassen
- Schwarzer Pfeffergemahlen, nach Geschmack (optional)
- 2 ELEssig9 %, für die eingekochte Variante, zum Schluss zugeben (optional)
- 1 ELZuckerfür die eingekochte Variante (optional)
- 15 ggrob gehackt, für die georgisch gewürzte Variante (optional)Die frischen Blätter und zarten Stiele der Korianderpflanze, mit einem hellen, zitronig-würzigen Aroma.Ersatz: Einen echten Ersatz gibt es nicht: Glatte Petersilie bringt Frische und Farbe, aber nicht das eigentümliche Aroma, und getrocknetes Koriandergrün schmeckt kaum nach etwas. Fehlt es, nimmt man lieber mehr von den übrigen frischen Kräutern, als das Gericht für dasselbe zu halten.Mehr dazu
- 1 TLgemahlen (optional)Blauer Bockshornklee (Schabzigerklee), in Georgien Utskho-Suneli genannt: getrocknete, gemahlene Blätter und Samenhülsen mit mildem, heuartig-nussigem Duft.Ersatz: Getrocknete Bockshornkleeblätter aus dem indischen Laden kommen am nächsten, schmecken aber kräftiger und bitterer, daher etwa die Hälfte der Menge nehmen; gemahlene Bockshornkleesamen sind noch herber und nur sehr sparsam brauchbar. Chmeli-Suneli enthält blauen Bockshornklee, bringt aber Koriander, Dill und andere Gewürze mit und verändert so den Charakter des Gerichts.Mehr dazu
- 1 TLKoriandergemahlen (optional)
Zubereitung
- Paprika und Chilis putzenPaprika, Chilischoten und Tomaten waschen. Paprika und Chilis entstielen, die Trennwände entfernen und bei der Paprika auch die Kerne herausnehmen. Bei den Chilis entscheidest du selbst: Kerne raus für mildere, Kerne drin für richtig scharfe Adjika.
- Tomaten und Paprika zerkleinernBei den Tomaten den Stielansatz herausschneiden und sie grob schneiden. Wer eine feinere Paste ohne Hautstückchen mag, überbrüht die Tomaten vorher kurz mit kochendem Wasser und zieht die Haut ab. Die Paprika grob zerkleinern.
- Den Knoblauch schälenDen Knoblauch schälen. Ja, es sind viele Zehen, und genau das macht den Charakter dieser Adjika aus.
- Alles grob pürierenTomaten, Paprika, Chilis und Knoblauch im Mixer oder durch den Fleischwolf zu einer mittelfeinen Masse zerkleinern. Sie soll noch etwas Struktur haben und kein glattes Püree werden.
- Würzen und durchziehen lassenDie Masse mit Salz und Sonnenblumenöl abschmecken, nach Belieben mit schwarzem Pfeffer. Für eine georgisch gewürzte Note kannst du jetzt noch gehacktes Koriandergrün, Utscho Suneli und gemahlene Koriandersamen unterrühren. Alles kurz durchziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.
- Nach Wunsch einkochenFür die eingekochte Variante die Masse mit dem Zucker in einen Topf geben und bei sanfter Hitze etwa 40–45 Minuten einköcheln lassen, bis sie dicklich ist. Den aufsteigenden Schaum zwischendurch abschöpfen und ganz zum Schluss den Essig unterrühren.
- In Gläser füllen und lagernDie Adjika in sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen. Die rohe Version gehört in den Kühlschrank, die eingekochte füllst du heiß ab und lagerst sie kühl.
Tipps und Varianten
Roh gemixt hält sich die Adjika im Kühlschrank, mit Essig und Zucker eingekocht und heiß abgefüllt kommt sie auch ohne Kühlschrank aus. Wenn du die gefüllten Gläser zusätzlich 30–40 Minuten einkochst, hält sie sich bis zu einem Jahr. Ist dir die Paste zu flüssig, lass sie im Sieb abtropfen, dann wird sie schön dick. Für mehr Tiefe kannst du die Paprika vor dem Pürieren 3–4 Tage an der Luft anwelken lassen. Spannende Abwandlungen: mit Karotte, mit Senfsamen und edelsüßem Paprikapulver, mit Purpurbasilikum und gemahlener Ringelblume (Imeruli Schaphrani) oder die süß-scharfe Version aus Sibirien mit Pflaumen und Tomatenmark statt frischer Tomaten. Am besten schmeckt sie als Sauce oder Dip zu Fleischgerichten und Fisch.
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Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


